Licht- und Oberflächenmikroskopie
Die Auflösung und Kenntnis mikroskopischer Strukturen ist in vielen technischen Prozessen und Anwendungen notwendig. So können Oberflächeneigenschaften wie Rauheiten oder Formabweichungen höherer Ordnung Füge- und Verbindungsprozesse sowie weitere Eigenschaften im Interfacebereich beeinflussen. Auch ist es mittels lichtmikroskopischer Untersuchungen von Schliffbildern möglich, Schichtstärke und Qualität dünner Beschichtungen zu bestimmen. Dies dient zum einen der Qualitätssicherung und zum anderen können Stoffeigenschaften der Beschichtung wie z.B. die Wärmeleitfähigkeit ermittelt werden. Als bildgebendes Verfahren können auch feine Strukturen wie Vias in Leiterplatten oder andere Komponenten vermessen werden.
Messgrößen:
- Oberflächenparameter: Rauheitskennwerte, Formabweichungen
- Schichtdicken und Längen
- Geometriescans
Materialien und Anwendungsgebiete:
- Metall, Kunststoffe
- Feststoffe allg.

Beispiel 3: Lasermikroskopische Untersuchung von Füllstoffen
Die geometrische Untersuchung von Füllstoffen in Form von Einzelpartikeln ist Voraussetzung und Eingangsparameter in ein Simulationsmodell zur Berechnung der Wärmeleitfähigkeiten von partikelgefüllten Compound-Systemen. Durch Kenntnis der Geometrie können Partikelinteraktionen abgebildet werden und somit unterschiedliche Füllstoffkombinationen vorausberechnet werden.

Runde Aluminiumoxidpartikel im Größenbereich von 50 – 100 µm

Scharfkantige Aluminiumhydroxidpartikel (ATH) im Größenbereich
von 20 – 100 µm


